Ein Mekka der angewandten Kunst

40 Jahre Galerie Hilde LEISS

Die Silberketten von Hilde Leiss bestechen durch ihre auffallend klare Formensprache. Ständig auf der Suche nach schönen Dingen: Goldschmiedin und Galeristin Hilde LEISS.

Sie ist eine Hamburger Institution – mit internationaler Strahlkraft. Hilde Leiss hat am Großen Burstah 38 ein Mekka angewandter Kunst geschaffen, das in seiner inspirierenden Atmosphäre wohl einmalig ist. Am 12. September feiert die renommierte Goldschmiedin und Galeristin ihr Berufsjubiläum mit einer exorbitanten Schau von über 20 Künstler*innen: 40 Jahre Galerie Hilde Leiss.

Wer die schönen, hohen Räume in einem der ältesten noch erhaltenen Kontorhäuser der Stadt zum ersten Mal betritt, dem gehen die Augen über: Vitrine an Vitrine voller herrlicher, überaus hochwertiger Schmuckstücke aus Gold, Silber und funkelnder Edelsteinen. Auf den Tischen ist das Angebot noch opulenter. Sie scheinen sich förmlich zu biegen unter der Last exquisiter Objekte, ausgefallenem Mode- und avantgardistischem Autorenschmuck aus Horn, Holz, Leder, Textil, Papier, Plexiglas oder Perlmutt. Stammkunden und -kundinnen kennen selbstredend das breitgefächerte Angebot dieser Produzentengalerie, deren Werkstatt sich im hinteren Teil hinter einer Trennwand verbirgt, die sich jedoch längst nicht mehr auf Schmuck allein konzentriert. Hier findet frau alles, was das Herz begehrt, Glas, Keramik, Mode – und seit 2015 sogar zeitgenössische Bildende Kunst. Bei Hilde Leiss vergisst man leicht Zeit und Raum, taucht förmlich ein in die Welt schöner Dinge – und schafft es sehr, wirklich sehr selten, die Galerie ohne ein kleines oder größeres Päckchen zu verlassen.

2015 übernahm Hilde Leiss die benachbarte Galerie Rose und zeigt seitdem auch zeitgenössische freie Kunst. Im Hintergrund Grafiken von Karl von Grafenstein.

„Ich will Schmuck zeigen, den man in Hamburg noch nicht gesehen hat“. Das hatte sich die junge Goldschmiedin auf die Fahnen geschrieben, als sie die Liebe 1979 in die Hansestadt verschlug. Und sie ist sich treu geblieben, überrascht auch nach 40 Jahren noch mit neuen, spannenden Künstlerinnen und Künstlern.
Der aus Vietnam stammende Sam Tho Duong, dessen fantastischen, vegetativ-wuchernden Gebilde aus winzigen Reiskornperlen die Schönheit von Unterwasserlandschaften feiern, die ebenfalls von der Natur inspirierte Engländerin Jacqueline Ryan oder der von Miro und anderen Klassikern der Moderne beeinflusste Spanier Ramon Puig Cuyas sind nur drei von zahlreichen Schmuckkünstler*innen, die Hilde Leiss erstmals in Hamburg vorstellte und die nicht selten von hier aus ihre internationale Karriere starteten. Einer ihrer größten Entdeckungen war beispielsweise der Drechsler Ernst Gamperl, dessen Ausstellung in der Galerie Leiss den Beginn einer sagenhaften internationalen Karriere markierte. In jüngster Zeit kamen u.a. der patagonische Silberschmied Emiliano Céliz und Zizipho Poswa aus Kampstadt hinzu, deren ungewöhnlich farbenprächtigen Gefäße ebenfalls internationales Publikum finden.

Bei all ihren Entdeckungen hat die Galeristin, die kürzlich ihren 70. Geburtstag feierte, stets ihrem untrüglichen Gespür für Qualität und Originalität vertraut. Sie verkauft nur Dinge, die ihr persönlich Hundertprozent gefallen, mit denen sie sich auch selbst gerne schmückt. Das sind naturgemäß nicht unbedingt die günstigsten Objekte, doch auch in Punkto Finanzen hat Hilde Leiss ihre eigene Philosophie. „Ich habe selbst immer gekauft, wenn ich kein Geld hatte“, erzählt sie lachend. „Ich musste meine Lieblingsstücke oft abstottert“. Diese Vergünstigung gewährt sie auch ihren Stammkund*innen, schließlich haben Unikate der internationalen Schmuck-Elite ihren Preis. Allerdings, das gibt die Galeristin unumwunden zu, habe sich das Verhältnis zum Schmuck in den vergangenen Jahren doch merklich geändert: „Vor 30 Jahren, in den 90er Jahren, wurde deutlich mehr Geld für experimentelle Sachen als heute ausgegeben.“ Insofern spiegele sich auch der Zeitgeist in der angewandten Kunst. Eine Zäsur sei der 11. September 2001 gewesen, „da standen die Menschen unter Schock. Da wurde erstmal überhaupt nicht gekauft“. Gott sei Dank nur für kurze Zeit. Der renommierte Karl-Schneider-Preis, den sie im Spätherbst 2001 im Museum für Kunst und Gewerbe verliehen bekam (den höchsten Preis für angewandte Kunst, den Hamburg zu vergeben hat), bescherte ihr dann doch ein fulminantes Weihnachtsgeschäft.

Heute, da nicht nur Flüchtlingsströme, sondern auch Kriegstreiberei in Ost und West die Menschen verunsichern, wird „wieder verstärkt in Gold investiert“. Und noch zwei Trends seien erkennbar: „Die Leute mögen es wieder klein und fein. Und eher konventionell“. Eine Entwicklung, die Hilde Leiss doch mit einiger Verwunderung zur Kenntnis nimmt: „Da kommen junge Mädchen in die Galerie und möchten genauso einen Ring, wie ihn die Freundin auch trägt. Das ist so ziemlich das Gegenteil von dem, was wir früher wollten. Wir wollten nichts Uniformiertes“.
Mit „früher“ meint die Künstlerin und Galeristin die 60er und 70er Jahre. Die Zeit in Amerika, als ihre Freunde zum Woodstock-Festival fuhren und sie, mehr zum Zeitvertreib, ihre erste Kollektion entwarf: Typischen Hippie-Schmuck aus Glasperlen und kunstvoll geflochtenen Lederbändchen, den Schüler und Studenten für kleines Geld erwarben. Vielleicht aber war der Schmuck doch nicht so typisch, denn die Nachfrage nahm stätig zu – bis irgendwann klar war, wohin der Weg führte.

Im Rückblick erinnert dieser Weg ein wenig an den Mythos vom Tellerwäscher im Land der ungeahnten Möglichkeiten. Nur, dass dieses Land Deutschland hieß und Hilde Leiss in ihrem „ersten Leben“ nicht Tellerwäscherin, sondern Köchin war. Eine exzellente übrigens, ihre Galerie-Feste sind legendär. Der Vater Gärtner in Walsrode, sie selbst das älteste von vier Geschwistern, war schon als Kind voller Kreativität. Doch nach dem Hauptschulabschluss musste sie erstmal „was Anständiges“ lernen. Köchin also. Die Lehre verlief zwar erfolgreich, doch zufrieden war die damals 17jährige nicht: „Es war die Zeit der großen, künstlerischen Buffets. Doch als Köchin futtern sie dir die Kunstwerke sofort weg. Ich wollte aber, dass die Leute etwas Bleibendes von mir bekommen“.

Und noch etwas wollte die attraktive junge Frau Ende der 1960er Jahre: Reisen. Andere Kulturen erleben. Andere Sprachen lernen. Erst ein paar Monate England, dann ein paar Monate Spanien, schließlich die USA. Sie bringt sich durch, wie man so sagt, arbeitet in verschiedenen Hotels, modelt ein bisschen – und macht nebenbei Schmuck. Irgendwann steht dann der Entschluss: Goldschmiedelehre in Pforzheim. Und Abendschule, sie will ja nicht „doof“ bleiben. Die weiteren Stationen: 1974 Gesellenprüfung, 1979 Meisterprüfung, Umzug nach Hamburg, wo sie mit Gudrun Flügge in der Ottensener Galerie „SchmuckSchmiede“ zusammenarbeitet. 1981 dann Umzug in das Haus für Kunst und Handwerk, Koppel 66, und Werkstattgemeinschaft mit der Goldschmiedin Gudrun Maaß. In diese Zeit fällt auch der Eintritt in die Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks Hamburg (zusammen mit Maaß), der sie bis heute treu geblieben ist. Und nicht nur das: In ihrer Galerie am Großen Burstah, in die Hilde Leiss ab 1988 ihre ganze Kraft, ihr ganzes Herzblut steckte, vertritt sie heute zahlreiche AdK-Kollegen, unter ihnen Ula Dahm und Ulrike Isensee (Textil), Kathrin Heinicke (Schmuck/Gerät), Brigitte Morck (Keramik) und Kira Kotliar (Papier).

Blick in Galerie und Werkstatt Hilde LEISS.

Wenn man sie fragt, wie sie das alles schaffe, die permanenten Ausstellungen, die ständigen Reisen nach London, Paris oder Mailand, auf der Suche nach jungen, außergewöhnlichen Schmuckkünstlern und den schönsten Steinen weit und breit? Wie sie das ständige Bangen um Finanzierung der Galerie und ihrer sieben Mitarbeiter aushalte, dann lacht sie erst einmal laut auf. „Ich mache einfach. Mit dem tiefen Sicherheitsbedürfnis, das viele haben, wäre das sicher nicht möglich. Ich bin vielleicht etwas unrealistisch. Oder idealistisch. Und ich habe diese Ruhe in mir. Das Selbstvertrauen, dass ich gute Arbeit leiste. Ich bekomme auch viel von meinen Kunden zurück“.

Und noch etwas, davon ist die Galeristin und Schmuckkünstlerin überzeugt, helfe ihr mache Herausforderung zu meistern: „Der Schmuck gibt Kraft“. Man muss nicht der Esoterik anhängen, um das nachzuvollziehen: Ihre eigenen Kreationen, imposante Klunker aus Silber und Bergkristall, Ketten aus stilisierten Kapseln und Blättern, erinnern an Rüstungselemente. Damit ist auch die Meisterin selbst bestens gewappnet für das anstehende Jubiläum: Die Feier am 12. September, ein öffentlicher Empfang, gekoppelt mit einer Ausstellungseröffnung von 20 Wegbereiter*innen. „Die ganze Galerie wird dafür auf den Kopf gestellt“, erzählt sie gutgelaunt. „Der helle Wahnsinn!“

Blick in die Galerie Hilde Leiss

Doch wie ist es um das Kunsthandwerk im Allgemeinen bestellt? Was, wenn dieser international renommierte Ort für angewandte Kunst einmal nicht mehr existieren sollte? Bei dieser Frage wird die Powerfrau ernst. „Fast überall auf der Welt wird angewandte Kunst mehr wertgeschätzt als in Deutschland, insbesondere in Norddeutschland. „Wenn die Stadt Hamburg angewandte Kunst nicht endlich auch als Kunst begreift und strukturell fördert, sehe ich schwarz“.

„40 Jahre Galerie Hilde Leiss“, Eröffnung am 12. September 2019, 19 Uhr. Es spricht Rüdiger Joppien, Großer Burstah 38. Ausstellung bis 19.10.2019, Mo – Fr 10-19 Uhr, Sa 10- 18 Uhr. Es erscheint ein Katalog

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Sie wollen die Welt verbessern

AdK-Mitglied Andreas Möller stellt gemeinsam mit internationalen Gestaltern in der Ausstellung „Social Design“ im MKG aus

Mit seinem Flying8-Webstuhl macht der Hamburger Weber Andreas Möller seit Jahren international Furore. Nun ist die revolutionäre Erfindung des langjährigen AdK-Mitglieds in einer ungewöhnlich visionären Ausstellung des Museums für Kunst und Gewerbe vertreten: „Social Design“ zeigt 31 Projekte weltweit engagierter Gestalter, die die Welt zwar nicht retten können, aber die Lebensqualität vieler Menschen deutlich verbessern.

Als die junge Londoner Architektengruppe Assemble 2015 für ihr Projekt „Granby Four Streets“ den Turner-Preis erhielt, einen der wichtigsten Kunstpreise überhaupt, war die Empörung in der Kunstwelt groß. Was, so wurde gefragt, habe die Sanierung und Renovierung von baufälligen viktorianischen Reihenhäusern in vier heruntergekommenen Straßen Liverpools mit Kunst zu tun – zumal dieses interdisziplinäre Vorhaben in Zusammenarbeit mit den Anwohnern durchgeführt wurde? Nun ja, eine ganze Menge. Mit den „Granby Four Streets“ hatte die Turner-Jury ein herausragendes Projekt der Sparte „Soziale Plastik“ ausgezeichnet, wie sie Joseph Beuys mit seinem erweiterten Kunstbegriff bereits vor 50 Jahren in die Kunstgeschichte eingeführt hat. Sein Credo: „Jeder Mensch ist ein Künstler, kann durch Kreativität zum Wohle der Gesellschaft beitragen“, hebt den Unterschied zwischen Kunst und Design auf – zugunsten realer Probleme und engagierter Projekte wie der partnerschaftlich entwickelten Zukunftsvision für das Elendsviertel von Liverpool. Das Kollektiv Assemble schaffte neue Wohnflächen mit einfachen, preiswerten Materialien sowie ein neues unternehmerisches Konzept für die Anwohner, das mittlerweile Kultstatus erlangte: GRANBY WORKSHOP – Architectural Ceramics Handmade in Liverpool.

„Granby Four Streets“ ist dem Kapitel „Urbaner Raum und Landschaft“ zugeordnet und eines von 25 internationalen Social Design-Projekten aus insgesamt sechs Bereichen, die Kuratorin Angeli Sachs ursprünglich für das Zürcher Museum für Gestaltung zusammenstellte und die jetzt – ergänzt durch sechs lokale Projekte – im Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen sind. Ob ein mobiles Geldtransfersystem, Bio-Wasserfilter oder Schulgärten in Afrika – es sind allesamt tolle Initiativen, die vor Augen führen, wie man und dass man auch ohne finanzkräftige Sponsoren im Hintergrund die Welt verbessern kann. Etliche Projekte betreffen die Flüchtlingshilfe, wie das magdas Hotel in Wien, das von 20 Migranten aus 16 Nationen – unterstützt von zehn Fachkräften aus der Hotellerie – betrieben wird. Oder das Hamburger Modelabel „Vagabunt“, ursprünglich als Nähprojekt für Hamburger Straßenkinder gegründet, schneidern und verkaufen hier mittlerweile minderjährige Geflüchtete und Mädchen mit Gewalterfahrung ihre eigenen Entwürfe. Im Bereich „Netzwerke“ ist der Solarkiosk von Graft und Andreas Spiess ein faszinierendes Beispiel dafür, wie mit verhältnismäßig kleinem Aufwand ein enormer Effekt erzielt werden kann. Mit dem mobilen Shop, der selbst Energie erzeugt, bekommen Menschen auch in der afrikanischen Savanne saubere, nachhaltige Energie – und darüber hinaus ein Service- und Kommunikationszentrum, das direkt in die Gemeinschaft hineinwirkt.

Wenn es um Hilfe zur Selbsthilfe in Sachen „Produktion“ geht, ist der Flying8-Webstuhl des Hamburger Webers Andreas Möller kaum zu toppen. Entwickelt während eines Aufenthalts in Estland und 2010 in Äthiopien erstmals eingesetzt, hat dieser einfach nachzubauende Leichtbauwebstuhl aus einfachen Dachlatten das Werber-Handwerk mittlerweile revolutioniert und Existenzgründungen in mehr als 20 Ländern auf vier Kontinenten ermöglicht.

Auf Hilfe angewiesen sind aber nicht nur Länder der sogenannten „dritten Welt“. Um Armut und Elend zu erleben, braucht man nur vor die Tür zu treten, genauer gesagt, vor der Tür des Museums für Kunst und Gewerbe. Das Drop Inn, Hamburgs zentrale Anlaufstelle für Drogenabhängige, befindet sich nur ein paar Schritte entfernt, am Besenbinderhof. Grund genug für Direktorin Tulga Beyerle und ihr Team im Zuge der Ausstellung selbst aktiv zu werden und gemeinsam mit dem Drob Inn und dem ConstructLab, einem interdisziplinären europäischen Netzwerk, zu überlegen, wie man den Platz zwischen MKG, ZOB und Drob Inn menschenwürdiger gestalten kann. Vielleicht entwickelt sich aus der „Arbeitsgemeinschaft für Gestaltungsräume um das MKG“ ja tatsächlich mehr, als ein paar Ideenskizzen auf dem Papier. Zu wünschen wäre es.

„Social Design“, bis 27.10.2019, MKG Hamburg, Steintorplatz, Di-So 10-18 Uhr, Do bis 21 Uhr, Eintritt 12, erm. 8 Euro. Alle Infos unter mkg-hamburg.de

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Die innere Stimme wies ihr den Weg zu Poesie und Anmut

Ein Nachruf auf die Goldschmiedin Vera von Claer (1922-2019)

Von Rüdiger Joppien

Vera Marie von Claer hat in ihrem Leben als Goldschmiedin vieles, vielleicht alles erreicht, was in ihrem Beruf zu erreichen war. Sie hat über 75 Jahre lang erfolgreich gearbeitet, auf der Mailänder Triennale wie auf der Brüsseler Weltausstellung 1958 international ausgestellt, Preise und Auszeichnungen wie den Bayerischen Staatspreis und den Preis des deutschen Kunsthandwerks erhalten; ihre Arbeiten wurden von Museen angekauft und gingen in zahllose Privatsammlungen ein. Nun ist Vera von Claer am 9. Mai 2019 nach einem erfüllten Leben in Hamburg im 97sten Lebensjahr verstorben.

Vera von Claer wurde 1922 als Vera Marie Crodel in Jena geboren, beide Eltern waren Maler. Ihr Vater, Charles Crodel, war Professor für Malerei an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/S. und wurde 1933 von den Nationalsozialisten entlassen. Er hat seiner Tochter frühzeitig den Weg in die Kunst gewiesen, indem er zum Beispiel dafür sorgte, dass sie die Emaille-Klasse an der Burg unter Leitung von Lili Schultz besuchen konnte. Ohne ein Studium im Gold- und Silberschmieden aufgenommen zu haben, legte die junge Kunsthandwerkerin 1950 ihre Meisterprüfung im Emaillieren ab. Ihre Fähigkeit auf diesem Gebiet war schon frühzeitig aufgefallen, denn bereits 1942 hatte die Kunsthalle Mannheim unter ihrem Direktor Walter Passarge von der jungen Künstlerin ein emailliertes Kästchen angekauft. Emaillieren wurde zu Veras Paradedisziplin, Drahtemaille war ihr ebenso geläufig wie Grubenschmelz oder émaille de plique à jour. Sie übte dieses Handwerk mit so großer Perfektion aus, dass sie, nachdem sie 1953 mit ihrer Familie von Halle nach Hamburg übergesiedelt war, Aufträge für den Hamburger Juwelier Ferdinand Richard Wilm ausführen konnte.

Eine andere Inspiration auf dem Weg zur Gold- und Silberschmiedin war für Vera von Claer die Freundschaft mit der eine Generation älteren Hildegard Risch, die ebenfalls an der Burg studiert hatte und seitdem auf Eisenschmuck spezialisiert war. Ihre Faszination für Eisen übertrug die Risch, wie sie allgemein genannt wurde, auf ihre junge Kollegin. Erste Arbeiten in diesem Material schuf Vera 1946, indem sie ein altes Offenrohr zersägte und aus den ausgeschnittenen Blechstreifen einen Anhänger und eine Brosche fertigte: Jahrzehnte später sollten die Arbeiten als „Schmuck aus Notzeiten“ bekannt werden.

Ähnlich wie Hildegard Risch einmal bekundete, dass sie im Studium bestimmte Dinge, wie zum Beispiel das Anfertigen von Schlössern, nie gelernt habe, betonte Vera von Claer, dass sie ohne zünftige Ausbildung im Gold- und Silberschmieden bei handwerklichen Herausforderungen ein Leben lang nach Ersatzlösungen gesucht habe. Offenbar waren es dieses Defizit und die Materialarmut der vierziger Jahre, die ihren Einfallsreichtum schulten, ihre Schmuckstücke immer wieder ökonomisch anzugehen. Edelsteine, die sie hätte fassen müssen, standen nach dem Zweiten Weltkrieg in der sowjetisch besetzten Zone nicht zur Verfügung, so kompensierte Vera diesen Mangel mit farbigem Emaille. Bald kam es auch bei Colliers zu vermehrtem Einsatz von Eisendraht und Eisenblech. Eisendraht ließ sich zu Ösen verarbeiten, flechten oder zu Schlaufen biegen; in Verbindung mit gestifteten angehängten Perlen sahen die daraus gefertigten, schwarzen Schmuckstücke überaus nobel aus.

Auch in Hamburg führte Vera von Claer sich mit Eisenschmuck ein. Besucher der Jahresmesse des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg, auf der Vera von Claer von 1954 bis 1976 ausstellte, waren sicherlich nicht wenig überrascht, neben fein emaillierten Colliers, Broschen, Ketten, Armbändern und Broschen immer wieder auch Schmuckstücke aus geschwärztem Eisen zu sehen, in die die Künstlerin neben Perlchen und Korallen auch kleine goldene Partikel setzte. Damit demonstrierte sie quasi zwei Stile: auf der einen Seite die sorgfältige, zeitintensive Emaille-Arbeit, auf der anderen den phantasievollen Umgang mit dem filigran verarbeiteten, schwarzen Eisen. Vera von Claer mag diesen Wechsel in Zeiten großer Anspannung als kreative Abwechslung empfunden haben.

Vera von Claer war es gegeben, mit scheinbar geringem handwerklichem Aufwand, ein Schmuckstück zu „zaubern“. Glücklich war sie, wenn sie ohne Lötung auskam, wenn sie ihre Werkstücke schmieden, falten, stecken, stricken oder in ornamentale Muster biegen konnte. Einem Halsschmuck aus Silberösen aus der Zeit um 1950 gab sie das Aussehen eines Netzes, in dem sich kleine goldene Fische und eine Muschel verfangen hatten. Für ein Collier, das 10 Jahre später entstand und vom Museum für Kunst und Gewerbe erworben wurde, faltete sie 11 gleichlange, schmale Blechstreifen zu Zickzackbändern, die mittels kleiner goldener Verbindungselemente und einer Perle einen Halsreif bildeten. Vera von Claer konnte gegenständlich wie abstrakt arbeiten, mal besaßen ihre Schmuckstücke eine Anmutung des Kostbaren, ein anderes Mal erweckte das Material die Assoziation von Arte Povera. Zu Vera von Claers überraschend modernen Arbeiten aus Eisen gehörten auch Colliers, die aus scheinbar ungeordneten Drahtschlaufen bestanden und den Eindruck von Punkschmuck erweckten. Vera von Claer nahm sich immer wieder die Freiheit, zu experimentieren und so zu probieren, wie es ihr Spaß machte.

In den späten 70er, 80er und 90er Jahren wandte Vera von Claer sich einer neuen Ausdrucksform von Schmuck zu, indem sie aus Gold und buntem Emaille, unter Zuhilfenahme von Perlen und Edelsteinen, naturalistisch nachempfundene Insekten, Käfer, Schmetterlinge oder Libellen schuf. Diese erinnerten einerseits an kostbaren Gewandschmuck der Renaissance, andererseits an Preziosen des Jugendstils im Stil eines Carl Fabergé. Auslöser für den Schmuck war ein Gestaltungswettbewerb der Gesellschaft für Goldschmiedekunst „Schmuck aus 10 Gramm Gold“ im Jahr 1976 gewesen, der die Kreativität der Goldschmiedin, mit einem Minimum an Material zu arbeiten, herausfordert hatte.

Um diese Zeit hatte sich Vera von Claer weitgehend vom Ausstellungsbetrieb zurückgezogen, ihre neuen Werke schuf sie mehrheitlich zur eigenen Freude. Als das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe 1997 und die Staatliche Galerie Moritzburg Halle von ihr eine Werkschau aus 50 Schaffensjahren veranstaltete, konnte dieses kostbare Bestiarium erstmals umfangreich vorgestellt werden.

Die Ausstellung fand anlässlich des 75. Geburtstages der Künstlerin statt, sie hätte als Abschluss ihres Lebenswerks und als Rückzug aus dem Berufsleben interpretiert werden können. Doch das war nicht der Fall. Vera von Claer hatte seit den 80er Jahren mit der jungen Goldschmiedekollegin Verena Berger eine Werkstattgemeinschaft geführt und aus der Zusammenarbeit so viel neue Inspiration gewonnen, dass ihr das Schmuckschaffen auch weiterhin Freude machte. Die Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1989 führte dazu, dass Vera von Claer, wie schon 1947, wieder auf der Leipziger Grassi-Messe ausstellte. Einige Jahre später bewarb sie sich erfolgreich auf der vorweihnachtlichen Zeughaus-Messe im Deutschen Historischen Museum in Berlin und wurde auch dort mehrere Jahre lang eine beliebte Ausstellerin. Mit Verena Berger an ihrer Seite mutete sie sich alle Strapazen zu und genoss es, für ein paar Tage wieder im Mittelpunkt des Ausstellungsgeschehens zu stehen und Gespräche mit dem Publikum zu führen. Dass Werke, die sie selbst im hohen Alter noch realisieren konnte, nach wie vor Anklang fanden und gekauft wurden, erfüllte sie mit Stolz; solche Tage waren für sie ein Elixier des Weiterschaffens. Das Spätwerk war genau so ungewöhnlich und modern wie die Arbeiten früherer Jahre.

Auf die Ausstellungen in Hamburg und Halle 1997 folgte 1999 eine Einzelausstellung im Deutschen Goldschmiedehaus in Hanau. Im Oktober 2008 hatte die Architektur- und Kunstzeitschrift AD (Architectural Digest) das Werk von Vera von Claer in seine Ranking-Liste „Best of Germany. 101 deutsche Glanzlichter“ aufgenommen, und 2013 publizierte das Kunstmagazin Weltkunst einen Essay über ihre Eisenarbeiten. Und vor drei Jahren, 2016, fand im Kunstverein Coburg noch einmal eine letzte große Retrospektive statt.

Eine Würdigung Vera von Claers wäre unvollständig ohne die Erwähnung ihrer Qualitäten als Jurorin, Restauratorin und Kennerin der Schmuckgeschichte. Durch ihren Vater, den Maler Charles Crodel, war Vera von Claer seit Kindesbeinen mit der Welt der Antike vertraut. Für eine Künstlerin ihrer Generation bot die antike Schmuckkunst noch immer wichtige Anregungen. Als 1968 der Kustos der Antikenabteilung im Museum für Kunst und Gewerbe, Herbert Hoffmann, unter dem Titel Antiker Gold- und Silberschmuck einen Bestandskatalog der Hamburger Sammlung, einen der ersten Bestandskataloge für antiken Schmuck in Deutschland überhaupt, veröffentlichte, war Vera von Claer beteiligt. Im Untertitel führte die Publikation den Hinweis: „Katalog mit Untersuchung der Objekte auf technischer Grundlage“, und diese Untersuchung stammte von ihr. Antiker Schmuck wurde auf handwerklicher Ebene nicht nur verständlich erklärt, wichtig war auch die Analyse der Arbeitsweise antiker Goldschmiede, um daraus Erkenntnisse über die Echtheit der Stücke zu gewinnen.

Im Restaurierungsfach trat Vera von Claer hervor, als sie 1981 die sog. Bergkanne der Stadt Goslar, eine Nürnberger Arbeit der Spätgotik, restaurierte.

Vera von Claer war, obgleich sie nach eigenem Bekunden nie als Goldschmiedin ausgebildet worden war, eine erfahrene Autorin moderner Schmuckkunst. Was sie brauchte, hatte sie sich im Laufe ihres beruflichen Lebens angeeignet. Ihre Werke zeichneten sich immer wieder durch besondere Einfälle und rationelle ökonomische Verarbeitung des Materials aus. Mit ihrer unkonventionellen Art und Weise, Schmuck zu machen, wäre sie für jede Akademie mit einer Schmuckklasse ein Gewinn gewesen. Doch hat sie nie ein Lehrauftrag erreicht. Was hätten Studenten von ihrem Verständnis für Schmuck, seine Geschichte, seine handwerklichen Ausführungen lernen können! Das deutsche Bildungssystem ließ diese Möglichkeit offenbar nicht zu.

Vera von Claer gehörte einer Generation an, die Respekt hatte vor den künstlerischen Errungenschaften der Vergangenheit und lebenslang bemüht war, zu lernen und das eigene Werk zu verbessern. Auch besaß diese Generation keine Starallüren. Wie viele andere Kunsthandwerker ihrer Generation war sie überzeugt, dass es ich nicht schickte, sich selbst allzu wichtig zu nehmen. Sie stellte sich ganz hinter ihre Werke zurück und pflegte das Understatement. Auch glaubte sie an die Solidarität innerhalb ihres Berufsstandes: Vera von Claer war seit Jahrzehnten Mitglied im Deutschen Werkbund, in der Gesellschaft für Goldschmiedekunst und in der Hamburger Sektion der Arbeitsgemeinschaft des deutschen Kunsthandwerks (AdK).

Vera von Claer verfügte über eine heitere Ausgeglichenheit, Pathos war ihr fremd. Näher lag ihr ein leicht spöttisches Reflektieren über menschliche Torheiten, dabei konnte sie wunderbar kokett sein. Dabei wandte sie sich wieder ihrer Arbeit zu. Denn das Arbeiten machte sie glücklich, sie genoss es als Privileg bis ins hohe Alter. Sie beugte sich weder Kundenwünschen noch einem Modediktat. Ihre innere Stimme wies ihr den Weg zu Poesie und Anmut. Schönheit war ihr ein Bedürfnis.

Mit ihrem Schmuck hat Vera von Claer drei Generationen angesprochen. Nun ist ihre Stimme verstummt und ihre Hände ruhen. Wir werden uns ihrer in Hochachtung erinnern und ihr Werk in Ehren halten.

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Tierisch gut!

Die Ausstellung „Holz bewegt“ im Museum der Arbeit öffnet sich auch ganz jungen Baumeistern

Die Baumhäuser des Naturkinderladens Pinocchio erhielten den Umweltpreis 2019

„Kommt vorbei, fasst an, probiert aus, riecht, hört und staunt“ – das werden sich die Besucher der „Tage des Holzes“ am kommenden Wochenende nicht zweimal sagen lassen. Zum sechsten Mal zeigt „Holz bewegt“, der Norddeutsche Nachwuchswettbewerb des holzverarbeitenden Handwerks im Museum der Arbeit, was man mit Holz alles machen kann. Das geht weit über das Tischler- Design hinaus, denn der Schwerpunkt liegt diesmal auf Objekten, die „Sinn und Sinne“ anregen.

Johannes Jürgensen, Initiator von „Holz bewegt“, erklärt bei einer exklusiven Führung AdK-Mitgliedern die Bedeutung von „Sleipnir“ aus Schiffdorf

Sleipnir ist zweifellos der Star der diesjährigen Ausstellung. Benannt nach dem sagenhaften Ross des nordischen Göttervaters Odin, steht das lebensgroße Pferd nach Driftwood-Art (also Treibholz) für ein vereintes Europa. Die Schüler*innen im Berufsvorbereitungsjahr Holz/Agrar der May-Eyth-Schule in Schiffdorf bei Bremerhaven wollten mit ihrem Werk ein starkes pro-europäisches Zeichen setzen und das ist ihnen auch gelungen. Sleipnir hat zwar nur vier Beine und nicht acht wie sein mythologisches Vorbild, doch es wurde in Dänemark von Schüler*innen aus acht weiteren Ländern gemeinsam zusammengebaut. Dafür gab es den Sonderpreis „Sinn & Sinne“ 2019.

„Tierisch gut“, dieses Prädikat können auch die Siebt- und Neunklässler*innen der Ida-Ehre-Schule, Hamburg, für sich verbuchen. Pfiffig wie die Kids und ihre Kunsterzieherin sind, haben sie auf der Homepage von „Holz bewegt“ entdeckt, dass es für den Nachwuchswettbewerb, der sich explizit an Auszubildende, Studierende, Gesell*innen und Meister*innen von holzverarbeitenden Gewerken richtet, zwar die Obergrenze von 35 Jahren gibt, aber keine Untergrenze. Mit ihren „Insekten“ aus Holz, übergroßen Käfern, Grashüpfern, Libellen und Schmetterlingen, die auf das Aussterben ihrer Art aufmerksam machen sollen, haben die Schüler*innen der Hamburger „Klimaschule“ die strenge „Holz bewegt“-Jury um Initiator Johannes Jürgensen überzeugt. Den Umweltpreis 2019 holten jedoch noch jüngere Teilnehmer, die ebenfalls entdeckt hatten, dass bei dem Nachwuchswettbewerb die Untergrenze fehlt: Der Hamburger Naturkinderladen Pinocchio unter der Leitung von Stefan Orth stellt seine Miniatur-Baumhäuser namens „TipiTopis“ im Barmbeker Museum vor, die ihren Titel wirklich zurecht tragen: Diese nachhaltigen Spielzeuge sind bezaubernd – einfach tipptopp!

Übergroße Holzinsekten der Schüler*innen der Ida-Ehre-Schule Hamburg

Kein Zweifel: „Holz bewegt“ ist insgesamt spielerischer geworden, das zeigt auch der Innovationspreis für das Surfboard „Treibholz“ von Bootsbaulehrling Henri Jesper Petterson oder das Holztrike „Schrödinger TR1“, das holzbasierte Liegefahrrad auf drei Rädern des Lübecker Fahrradbauers Kilian Kreuzinger.

Johannes Jürgensen demonstriert das Holztrike „Schrödinger TR1“ aus Lübeck …

Aber natürlich sind auch diesmal wieder hervorragendes Design und handwerkliche Meisterwerke zu entdecken: Allen voran der „Hocker“ von Jasper Kreft aus Oldenburg, der den Designpreis 2019 erhielt. Oder „Spin It“, der runde Phonotisch, mit dem Patrick Opitz aus Ostholstein seinen Meister machte. Er wird alle Fans der guten alten Schallplatte erfreuen, die mit ihren 33 1/3 Umdrehungen pro Minute der musikalische Gegenentwurf zu einer Welt ist, die sich immer schneller dreht. Entsprechend „Retro“ kommt auch der attraktive Phonotisch aus Kirschbaum-Vollholz/ -Funier und schwarz verzinktem Messing daher – er scheint geradewegs den 1950er Jahren entsprungen zu sein.

Klasse auch das Weinkarussel „Dolio“ (André Stenkolk, Mauritz Lilischkis und Michael Dierkes, Fachschule Holztechnik Hamburg) und die in Sachen „Innovative Furnieranwendung“ ausgezeichnete Schaukelliege Lia von Tobias Schauhoff aus Kiel.

… sowie die ausgezeichnete Anrichte „Firmament“ des Hamburger Tischlermeisters Tim Jessen © alle Fotos von Isabelle Hofmann

Unübertroffen in Punkto „Sinn und Sinne“ jedoch ist das mit dem Sonderpreis für Produktqualität geehrte Meisterstück des Hamburgers Tim Jessen, eine japanisch anmutende Anrichte mit dem schönen Titel „Firmament“. Der Name spielt an auf das filigran gearbeitete Sprossen-Ornament der Drehtüren, das hinterrücks mit Reispapier bespannt ist und sich somit als filigranes Sternenmuster abhebt. Doch Vorsicht: Ein Stich mit Gabel, Schere oder Messer und das Ornament (und damit auch die Tür) hat ein Loch – also nichts für Familien mit kleinen Kindern. Wesentlich robuster ist da schon das Wandmöbel „Lingo“, ebenfalls ein Meisterstück aus Hamburg. Auf den ersten Blick schaut das Möbel eher aus wie ein Stück Baumstamm, halbiert und an die Wand genagelt. Das ist es auch – nur dass Tobias Steinhagen den Baumstamm von innen ausgehöhlt und mit einer raffinierten seitlichen Schublade versehen hat. „Warum den Rohstoff Holz in seiner natürlichsten Form verändern?, dachte sich der junge Tischlermeister. Er wolle eine „harmonische Verbindung von Wohn- und Lebensraum schaffen: Das Unterbewusstsein anregen, die Natur wieder bewusster wahrzunehmen“. So einfach – und so gut!

„Holz bewegt“, bis 13. Mai 2019 im Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg. Mo 10-21 Uhr, Di geschlossen, Mi-Fr 10 – 17 Uhr, Sa/So 10-18 Uhr
8,50 Euro, erm. 5 Euro Eintritt. Bis 18 Jahren frei.

„Tage des Holzes“, 26. Und 27. April 10-19 Uhr, Eintritt frei. Es erwarten Sie Vorführungen und Workshops.

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