Ausgezeichnet! Karl-Schneider-Preis an AdK Mitglied Hendrike Farenholtz

Nachdem die Kunsttischlerin Hendrike Farenholtz 2010 den Justus Brinckmann Preis erhalten hat, wird ihr am 11. November nun der Karl-Schneider-Preis im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe von Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler überreicht. Im Anschluss daran zeigt das Museum in einer Ausstellung weitere Arbeiten des AdK Mitglieds.

Die Vitrine kann frei im Raum stehen, die Lage der Türen erlaubt die Nutzung von zwei Seiten. Foto: Heiner Leiska

Die Vitrine kann frei im Raum stehen, die Lage der Türen erlaubt die Nutzung von zwei Seiten. Foto: Heiner Leiska

Hendrike Farenholtz entwirft und erschafft in ihrer Hamburger Werkstatt Möbel, die auf besondere Weise ebenso minimalistisch wie komplex sind: durchdachte Möbelskulpturen. Dirk Boll beschrieb Farenholtz’ Arbeitsweise 2010 mit den Worten, dass sie „grundsätzlich die Schönheit der Proportion mit der Einlösung des Benutzbarkeits-versprechens zu verbinden sucht und weiß“.

Was dabei heraus kommt sind kunstvoll gefertigte Tische, Pulte, Regale, Vitrinen, Schränke und vieles mehr mit einem überraschenden Innenleben. Hinter Schranktüren verbergen sich Schubladen und Fächer; oftmals können die Möbel von verschiedenen Seiten genutzt werden. Damit entwickelt Hendrike Farenholtz ihre profunden Kenntnisse der handwerklichen Traditionen zu zeitgenössischen Lösungen weiter.

Arbeitsplätze können inzwischen sehr klein sein, digital macht`s möglich. Das Tischchen hat Auszugplatten für Tastatur und Maus und einen zu beiden Seiten durchschiebbaren Schubkasten. Foto: Heiner Leiska

Arbeitsplätze können inzwischen sehr klein sein, digital macht`s möglich. Das Tischchen hat Auszugplatten für Tastatur und Maus und einen zu beiden Seiten durchschiebbaren Schubkasten. Foto: Heiner Leiska

Entsprechend heißt es in der Begründung der Jury: „Ihr erstaunliches Wissen nicht nur um die Geschichte des europäischen Möbels ermöglicht es ihr, neue ungewöhnliche Formen zu entwickeln und damit zugleich den berühmten Satz „form follows function“ auf eine höchst individuelle und überzeugende Weise neu zu interpretieren.“
Der von Senat und Bürgerschaft 1985 gestiftete Karl-Schneider-Preis ist mit 7.500 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen. Der Preis geht an Künstler, die im Bereich der angewandten Kunst arbeiten und in Hamburg oder in der näheren Umgebung leben.

Nachdem viele Jahre der Preis an bildende Künstler oder Designer ging, freuen wir uns, dass der Preis diesmal einer Kunsthandwerkerin verliehen wird.

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Ein Kommentar zu Ausgezeichnet! Karl-Schneider-Preis an AdK Mitglied Hendrike Farenholtz

  1. Bravo Hendrike !
    Mit herzlichem Glückwunsch
    Wilfried

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