Neue Ausstellungsreihe: „Die AdK zu Gast bei…“. Diesmal Babette von Dohnanyi in der Galerie Renate Kammer

Mit der Ausstellung „Babette von Dohnanyi – Zeitgenössischer Schmuck“ in der Galerie Renate Kammer eröffnet die AdK Hamburg ihre neue Ausstellungs-Reihe:  „Die AdK zu Gast bei …“.
Künftig werden vier Mal pro Jahr angewandte Künstler der AdK an Orten ausstellen, an denen man bislang  keine angewandte Kunst erwartet hat. Damit will sich die Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks Hamburg zum einen einem größeren Publikum präsentieren, vor allem aber ins Bewusstsein rufen, wie fließend die Grenzen zwischen Design, freier und angewandter Kunst sind.

future-life-3-d-druck-ag-925-2015

 

brosche future life,3 d druck mais ag 925 edelstahl

 

BABETTE VON DOHNANYI
ZEITGENÖSSISCHER SCHMUCK
CONTEMPORARY JEWELLERY
EINLADUNG zur VERNISSAGE am
Do. 24. NOVEMBER 2016, um 17 Uhr
Grußwort: Isabelle Hofmann, Vorsitzende der
AdK Hamburg
Öffnungszeiten:
Fr. 25.11.2016, 12 -18 Uhr
Sa. 26.11.2016, 11-16 Uhr
So. 27. und Mo. 28.11.2016, jeweils 12-16 Uhr
in der laufenden Ausstellung:
KLAUS J. SCHOEN
WERKE AUS DREI JAHRZEHNTEN
verlängert bis zum 10. Dezember 2016.
Wir freuen uns auf Sie und Ihre Freunde.

galerie renate kammer
architektur und kunst

münzplatz 11  .  20097 hamburg
tel. +49 40 23 26 51  .  fax +49 40 23 19 07

www.galerierenatekammer.de

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

60 Jahre AdK Hamburg – Jubiläum erfolgreich gelaufen

Mit einem Symposium zum Thema „4.0 – Kunsthandwerk im digitalen Zeitalter“ in der Hamburger Handwerkskammer sind die Jubiläums-Veranstaltungen der AdK Hamburg zu ihrem 60jährigen Bestehen vergangenes Wochenende erfolgreich abgeschlossen worden.

Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfolgten einen Tag lang die spannenden Vorträge von Dr. Jürgen Bönig (Hamburg), Dr. Inga Ganzer (Berlin), Dr. Sven Hauschke (Coburg), Nils Jockel (Hamburg), Dr. Rüdiger Joppien (Hamburg), Dr. Nicolaus König (München), Prof. Mechthild Lobisch (München), Daniel Michel (München) und Dr. Nina Wiedemeyer (Erfurt).

Sieben der insgesamt acht Vorträge sind in dem neuen AdK-Buch „Kunsthandwerk 4.0“ nachzulesen.

Daniel Michel (München), Dr. Rüdiger Joppien (Hamburg), Dr. Jürgen Bönig (Hamburg), Dr. Sven Hauschke (Coburg),  Dr. Nicolaus König (München), Prof. Mechthild Lobisch (München), Dr. Inga Ganzer (Berlin) und Dr. Nina Wiedemeyer (Erfurt).

Daniel Michel (München), Dr. Rüdiger Joppien (Hamburg), Dr. Jürgen Bönig (Hamburg), Dr. Sven Hauschke (Coburg), Dr. Nicolaus König (München), Prof. Mechthild Lobisch (München), Dr. Inga Ganzer (Berlin) und Dr. Nina Wiedemeyer (Erfurt).

Knapp 2.000 Besucherinnen und Besucher sahen die insgesamt drei Ausstellungen in der Galerie Hilde Leiss, bei designxport und in der Handwerkskammer Hamburg.

Ausstellungseröffnung in der Galerie Leiss

Ausstellungseröffnung in der Galerie Leiss

Während die Foto-Ausstellung „Gut Gefunden“ bei designxport (29.9. bis 8.10.2016) eine Brücke zwischen den Bereichen Design und Kunsthandwerk schlug, präsentierte die Galerie Hilde Leiss (22.9. bis 1.10.2016) hervorragende Beispiele angewandter Kunst.

Eröffnung  designxport

Eröffnung im designxport

Eröffnung im designxport

In der Galerie der Handwerkskammer Hamburg feierten 46 Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker den 60. Geburtstag der AdK Hamburg mit Arbeiten zum Thema Wasser. Begleitet wurde die Ausstellung „WasserFest“ (5.10. bis 15.10.2016) von einer Sonderschau aus Shanghai: Zehn Kunsthandwerker/innen aus Hamburgs Partnerstadt präsentierten Objekte aus Glas, Porzellan, Textil und Bambus.

Eröffnungsveranstaltung in der Handwerkskammer

Eröffnungsveranstaltung in der Handwerkskammer

Eröffnung in der Galerie der HandwerkskammerZur Eröffnung der Ausstellung wurden drei Preise verliehen: Der Preis der Handwerkskammer Hamburg für das beste Einzelstück, der von der Hapag-Lloyd-Stiftung finanzierte Innovations-Preis und ein von der AdK Hamburg gestifteter „Sonderpreis Shanghai“.

Die hochkarätige Jury bestand aus Dr. Reiner Brüggestrat (Vorstandssprecher der Hamburger Volksbank), Prof. Claus Friede (Lettische Kulturakademie Riga), Renate Kammer (Hamburger Galeristin), Iris Neitmann (Hamburger Architektin) und Ane Sigrun Wise (Handwerkskammer Hamburg).

Die Jury vergab den Preis der Handwerkskammer Hamburg für das beste Einzelstück an die Goldschmiedin und Schmuckkünstlerin Nina Helms für ihr Collier „Algenkette“.

Nina Helms mit Algenkette

Nina Helms mit Algenkette

In der Jury-Begründung heißt es: „Die in der Forschung und in der industriellen Produktion schon länger hochbewertete Alge erfährt in Nina Helms Algenkette eine kulturelle und gesellschaftliche Neubewertung. Darüber hinaus ist sie absolut überzeugend gestaltet und ausgeführt“.

Der von der Hapag-Lloyd-Stiftung finanzierte Innovationspreis der AdK Hamburg ging an den Hamburger Drechsler Hermann Savary für drei Objekte, die über das Thema Wasser miteinander korrespondierten. Eine über 2.500 Jahre alte Schale aus Mooreiche aus dem Elbufer bei Dessau. Eine achtzig Zentimeter Durchmesser große Schale aus amerikanischem Mammutbaum und ein Piniengefäß, dessen Strukturen durch das Wasser eines brasilianischen Stausees geformt wurden. Begründung der Jury: „Die drei Holzobjekte spiegeln die vielfältige Beziehung zum Thema. Hermann Savary hat hier mit wenigen Eingriffen eine hohe Ästhetik erzielt“.

Hermann Savary mit seiner Mammutbaum-Schale

Hermann Savary mit seiner Mammutbaum-Schale

Der „Sonderpreis Shanghai“ schließlich ging an Lili Zhang für ihren unerhört fein gearbeiteten Bambusschmuck mit Rautenmuster, „der in der chinesischen Tradition die konzentrischen Kreise der Wasseroberfläche symbolisiert, europäische Sehgewohnheiten irritiert und somit zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit fernöstlicher Tradition anregt“.

Bambusschmuck voon Lili Zhang

Erst die großzügige Unterstützung der Hamburger Kulturbehörde, der Hamburger Wirtschaftsbehörde, der Hamburg Kreativ Gesellschaft, der ZEIT-Stiftung, der Hapag-Lloyd-Stiftung, der Firmen Boesner und Schiefer & Co, sowie der Hamburger Mäzenin Maja Stadler-Euler haben die Publikation, die Ausstellungen und das Symposium zum 60jährigen Jubiläum der AdK möglich gemacht.

Die AdK Hamburg dankt von Herzen!

1_Buch_Titel+Inhalt_druck.indd

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Symposium mit hochkarätiger Besetzung am Freitag, den 14. Oktober von 10-18 Uhr

Freitag, 14. Oktober, 10-18 Uhr

4.0 Kunsthandwerk im digitalen Zeitalter
Symposium zum 60jährigen Bestehen der Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks Hamburg e. V.

Handwerkskammer Hamburg
Holstenwall 12
20355 Hamburg
www.hwk-hamburg.de

10–13 Uhr
Denkendes Machen
Prof. Mechthild Lobisch, Bildende Künstlerin und Handwerkerin,
und Dr. Nina Wiedemeyer, Kunsthistorikerin und Medienwissenschaftlerin
(Universität Erfurt).

Wie viel Handwerk braucht die Designausbildung im digitalen Zeitalter?
Gedanken und Erfahrungen aus der Innenarchitektur
Dr. Inga Ganzer, Innenarchitektin aus Berlin.

Vom Hirn zur Hand und wieder zurück
Aspekte aus der Sicht eines Neurologen
Dr. Nicolaus König, Neurologe aus München.

13–14 Uhr Mittagspause

14–18 Uhr
Guck mal, was ich kann
Handwerkskunst im digitalen Zeitalter
Dr. Jürgen Bönig, Stiftung Historische Museen Hamburg.

Modernes Glas – moderne Technik?
Digitale Einflüsse bei Glasherstellung und Glasgestaltung
Dr. Sven Hauschke, Leiter der Abteilung Kunsthandwerk und Europäisches Museum für Modernes Glas, Kunstsammlungen der Veste Coburg.

My Mighty Metaform
Aspekte konzeptueller und experimenteller digitaler Formfindung
Daniel Michel, Produktgestalter aus München.

Beobachtungen zu einer neuen Kultur zwischen Design
und klassischem Kunsthandwerk

Nils Jockel, Kurator und Kunstvermittler, Hamburg.

Abschlussdiskussion

Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Rückmeldung per Mail an isabelle.hofmann@adk-hamburg.de.
Der Eintritt ist frei.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Die AdK Hamburg trauert um Barbara Kisseler

barbara-kisseler

Die AdK Hamburg trauert um Barbara Kisseler. Nach langer, schwerer Krankheit starb Hamburgs Kultursenatorin vergangenen Freitag im Alter von 67 Jahren.

Sie war eine Kämpferin. Und sie wollte sich die Krankheit nicht anmerken lassen. Kein Wort darüber in der Öffentlichkeit, kein Lamentieren und keine sichtbaren Zeichen. Zähne zusammenbeißen und Perücke auf, durchhalten bis zum bitteren Ende. Barbara Kisseler wollte so gern noch die Eröffnung der Elbphilharmonie erleben, der Krebs hat es nicht gestattet. Schon die feierliche Wiedereröffnung der Hamburger Kunsthalle im Frühjahr musste ohne sie stattfinden. Wie schwer muss ihr das gefallen sein.

Als wir uns das letzte Mal trafen, es war bei einer Lesung in der Freien Akademie, erzählte ich ihr vom 60. Geburtstag der AdK Hamburg, dass wir ein Buch planen und ich mir ein Grußwort von ihr wünschen würde. „Ja, natürlich“, antwortete sie freundlich, „das mache ich sehr gern. Schreiben Sie mir einfach eine e-mail“. Mit diesen Worten gab sie mir ihre Karte und damit den direkten Kontakt und wenige Wochen später hatte ich das Grußwort für die AdK auf dem Tisch. Für die Ansprache zu unserem Festakt allerdings konnte ich sie nicht gewinnen. „Das schaffe ich wohl nicht“, sagte sie vielsagend lächelnd. Ein Kreis von Eingeweihten wusste damals schon von ihrer Krankheit, doch sie wirkte immer noch so stark und zuversichtlich, dass man Hoffnung hatte, sie würde sich nicht besiegen lassen. Allerdings – es war eine gewisse Milde und eine Freundlichkeit zu spüren, die sie zu Beginn ihrer Amtszeit gar nicht besaß.

Nach Karin von Welck, einer Senatorin mit einer gewissen mütterlichen Ausstrahlung und einer nonchalanten Gutsherrenart, kam mit Barbara Kisseler 2011 eine Frau in das Amt, die mich immer an einen preußischen Offizier erinnerte: Schneidig, diszipliniert, schlagfertig und äußerst spitzzüngig. Zudem noch sehr humorvoll. Barbara Kisseler war nie um eine Antwort verlegen und wehe dem, der sich öffentlich mit ihr anlegte. Bei Podiumsdiskussionen ließ sie ihr Gegenüber schnell spüren, wer die intellektuell Überlegene war. Ansonsten war sie eine eher stille, emsige Arbeiterin, zog die Fäden lieber im Hintergrund, anstatt großes Aufheben um ihre Person zu machen. In den Medien tauchte sie sehr viel weniger auf als ihre Vorgängerin, die jeden kleinen Anlass zur Presskonferenz nutzte. Es gab Zeiten, da fragte man sich, was eigentlich läuft in der Kulturbehörde. Doch die Mitarbeiter schätzen sie außerordentlich. Ihr Führungsstil war klar und gradlinig, sie besaß eine natürliche Autorität, der man mit Hochachtung begegnete. Und die Hamburger Kultur hat sie gewissermaßen konsolidiert. Finanzielle Spielräume waren ihr eh nicht gegeben. Der Kulturhaushalt ist nach wie vor jämmerlich bestückt, doch durch die Einführung der Kultur- und Tourismustaxe 2013 konnte sie dafür sorgen, dass nicht alle kleine freien Gruppen und Institutionen verhungerten.

Keine Frage: Die Kultur in Hamburg hat eine leidenschaftliche Fürsprecherin verloren. In ihrem Grußwort zu unserem neuen Buch „Kunsthandwerk 4.0“ hat sie geschrieben: „Tauchen Sie ein in die Vielgestaltigkeit des Hamburger Kunsthandwerks. Es lohnt sich!“

Ich habe immer gehofft, ihr noch mal persönlich für die netten Worte danken zu können. Jetzt bleibt nur Schweigen und stilles Gedenken. Barbara Kisseler wird fehlen. Der Musikszene Hamburg, den Theatern und den Museen der Stadt, aber auch der AdK, der sie liebenswürdiger Weise so viel Aufmerksamkeit geschenkt hat.

Isabelle Hofmann

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar