Symposium mit hochkarätiger Besetzung am Freitag, den 14. Oktober von 10-18 Uhr

Freitag, 14. Oktober, 10-18 Uhr

4.0 Kunsthandwerk im digitalen Zeitalter
Symposium zum 60jährigen Bestehen der Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks Hamburg e. V.

Handwerkskammer Hamburg
Holstenwall 12
20355 Hamburg
www.hwk-hamburg.de

10–13 Uhr
Denkendes Machen
Prof. Mechthild Lobisch, Bildende Künstlerin und Handwerkerin,
und Dr. Nina Wiedemeyer, Kunsthistorikerin und Medienwissenschaftlerin
(Universität Erfurt).

Wie viel Handwerk braucht die Designausbildung im digitalen Zeitalter?
Gedanken und Erfahrungen aus der Innenarchitektur
Dr. Inga Ganzer, Innenarchitektin aus Berlin.

Vom Hirn zur Hand und wieder zurück
Aspekte aus der Sicht eines Neurologen
Dr. Nicolaus König, Neurologe aus München.

13–14 Uhr Mittagspause

14–18 Uhr
Guck mal, was ich kann
Handwerkskunst im digitalen Zeitalter
Dr. Jürgen Bönig, Stiftung Historische Museen Hamburg.

Modernes Glas – moderne Technik?
Digitale Einflüsse bei Glasherstellung und Glasgestaltung
Dr. Sven Hauschke, Leiter der Abteilung Kunsthandwerk und Europäisches Museum für Modernes Glas, Kunstsammlungen der Veste Coburg.

My Mighty Metaform
Aspekte konzeptueller und experimenteller digitaler Formfindung
Daniel Michel, Produktgestalter aus München.

Beobachtungen zu einer neuen Kultur zwischen Design
und klassischem Kunsthandwerk

Nils Jockel, Kurator und Kunstvermittler, Hamburg.

Abschlussdiskussion

Da die Zahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um Rückmeldung per Mail an isabelle.hofmann@adk-hamburg.de.
Der Eintritt ist frei.

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Die AdK Hamburg trauert um Barbara Kisseler

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Die AdK Hamburg trauert um Barbara Kisseler. Nach langer, schwerer Krankheit starb Hamburgs Kultursenatorin vergangenen Freitag im Alter von 67 Jahren.

Sie war eine Kämpferin. Und sie wollte sich die Krankheit nicht anmerken lassen. Kein Wort darüber in der Öffentlichkeit, kein Lamentieren und keine sichtbaren Zeichen. Zähne zusammenbeißen und Perücke auf, durchhalten bis zum bitteren Ende. Barbara Kisseler wollte so gern noch die Eröffnung der Elbphilharmonie erleben, der Krebs hat es nicht gestattet. Schon die feierliche Wiedereröffnung der Hamburger Kunsthalle im Frühjahr musste ohne sie stattfinden. Wie schwer muss ihr das gefallen sein.

Als wir uns das letzte Mal trafen, es war bei einer Lesung in der Freien Akademie, erzählte ich ihr vom 60. Geburtstag der AdK Hamburg, dass wir ein Buch planen und ich mir ein Grußwort von ihr wünschen würde. „Ja, natürlich“, antwortete sie freundlich, „das mache ich sehr gern. Schreiben Sie mir einfach eine e-mail“. Mit diesen Worten gab sie mir ihre Karte und damit den direkten Kontakt und wenige Wochen später hatte ich das Grußwort für die AdK auf dem Tisch. Für die Ansprache zu unserem Festakt allerdings konnte ich sie nicht gewinnen. „Das schaffe ich wohl nicht“, sagte sie vielsagend lächelnd. Ein Kreis von Eingeweihten wusste damals schon von ihrer Krankheit, doch sie wirkte immer noch so stark und zuversichtlich, dass man Hoffnung hatte, sie würde sich nicht besiegen lassen. Allerdings – es war eine gewisse Milde und eine Freundlichkeit zu spüren, die sie zu Beginn ihrer Amtszeit gar nicht besaß.

Nach Karin von Welck, einer Senatorin mit einer gewissen mütterlichen Ausstrahlung und einer nonchalanten Gutsherrenart, kam mit Barbara Kisseler 2011 eine Frau in das Amt, die mich immer an einen preußischen Offizier erinnerte: Schneidig, diszipliniert, schlagfertig und äußerst spitzzüngig. Zudem noch sehr humorvoll. Barbara Kisseler war nie um eine Antwort verlegen und wehe dem, der sich öffentlich mit ihr anlegte. Bei Podiumsdiskussionen ließ sie ihr Gegenüber schnell spüren, wer die intellektuell Überlegene war. Ansonsten war sie eine eher stille, emsige Arbeiterin, zog die Fäden lieber im Hintergrund, anstatt großes Aufheben um ihre Person zu machen. In den Medien tauchte sie sehr viel weniger auf als ihre Vorgängerin, die jeden kleinen Anlass zur Presskonferenz nutzte. Es gab Zeiten, da fragte man sich, was eigentlich läuft in der Kulturbehörde. Doch die Mitarbeiter schätzen sie außerordentlich. Ihr Führungsstil war klar und gradlinig, sie besaß eine natürliche Autorität, der man mit Hochachtung begegnete. Und die Hamburger Kultur hat sie gewissermaßen konsolidiert. Finanzielle Spielräume waren ihr eh nicht gegeben. Der Kulturhaushalt ist nach wie vor jämmerlich bestückt, doch durch die Einführung der Kultur- und Tourismustaxe 2013 konnte sie dafür sorgen, dass nicht alle kleine freien Gruppen und Institutionen verhungerten.

Keine Frage: Die Kultur in Hamburg hat eine leidenschaftliche Fürsprecherin verloren. In ihrem Grußwort zu unserem neuen Buch „Kunsthandwerk 4.0“ hat sie geschrieben: „Tauchen Sie ein in die Vielgestaltigkeit des Hamburger Kunsthandwerks. Es lohnt sich!“

Ich habe immer gehofft, ihr noch mal persönlich für die netten Worte danken zu können. Jetzt bleibt nur Schweigen und stilles Gedenken. Barbara Kisseler wird fehlen. Der Musikszene Hamburg, den Theatern und den Museen der Stadt, aber auch der AdK, der sie liebenswürdiger Weise so viel Aufmerksamkeit geschenkt hat.

Isabelle Hofmann

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„Wasserfest“ – die AdK feiert ihr 60jähriges Bestehen

Zum 60jährigen Jubiläum der AdK feiern 46 Mitglieder mit ihren Arbeiten – ganz hanseatisch – ein „Wasserfest“ in der Galerie der Handwerkskammer Hamburg.
Mit dabei sind außerdem Arbeiten von Kunsthandwerkern aus Shanghai, der Partnerstadt Hamburgs.

Am Eröffnungsabend, Dienstag, den 4. Oktober, um 19.00 Uhr werden der Preis der Handwerkskammer Hamburg für das beste Einzelstück und der Förderpreis der AdK Hamburg vergeben.
An diesem Abend sprechen:
Josef Katzer (Präsident der Handwerkskammer)
Dr. Carsten Brosda (Staatsrat der Kulturbehörde Hamburg)
Sili Dai (Geschäftsführerin der Shanghai Creative Designers Association)
Isabelle Hofmann (Vorsitzende der AdK Hamburg)
Dr. Rüdiger Joppien (ehem. Museum für Kunst und Gewerbe)
Augustin Martin Noffke (Denker und Künstler)

Musikalische Einstimmung:
Prof. Cornelia Monske spielt „Reflections on the Nature of Water”, Jacob Druckmans Komposition für Marimba.

WasserFest
Ausstellung in der Galerie Handwerkskammer Hamburg
5. – 15. Oktober 2016
Handwerkskammer Hamburg
Holstenwall 12
20355 Hamburg
www.hwk-hamburg.de

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10-20 Uhr, Samstag bis Sonntag 12-18 Uhr

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AdK Foto-Ausstellung „Gut Gefunden“ im designxport

GUT GEFUNDEN – Gestalterische Details im Stadtraum aus dem Blickwinkel Hamburger Kunsthandwerker*innen

Hamburgs Kunsthandwerker*innen lieben gut gestaltete Produkte. Erlesene Dinge des täglichen Gebrauchs, die unsere Kultur nicht nur sichtbar und greifbar machen, sondern auch Tradition und Innovation ganz selbstverständlich miteinander verbinden. Bei ihrer Arbeit achten sie auf jedes Detail – und bei einem Streifzug durch ihre Stadt ergeht es ihnen nicht anders.

gelaender

Zum 60-jährigen Jubiläum der AdK Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks Hamburg führen 32 Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen vor Augen, wie reich der öffentliche Raum Hamburgs an guter Gestaltung ist – insbesondere dort, wo man normalerweise gar nicht so genau hinsieht.

hvv-schiffsdeck

Die Ausstellung GUT GEFUNDEN präsentiert fotografische Fundstücke und Schnappschüsse gern übersehener Details und dokumentiert, dass in Hamburg tatsächlich überall Beispiele guter Form zu finden sind.

Ausstellungseröffnung:
Donnerstag, 29. September 2016 um 19 Uhr bei designxport

designxport
Hongkongstraße 8
20457 Hamburg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonnabend 12 bis 18 Uhr

Ausstellungslaufzeit bis 8. Oktober 2016
(Eintritt frei)

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