Der Hamburger Hafen ist Ursprung, wirtschaftliches Herz und imageträchtiges Aushängeschild der Stadt, eine Folie für Projektionen und Assoziationen von Fernweh bis Hightech, vom Pfeffersack bis zum Supertanker. Er hat das Bild der Stadt und seine Bewohner durch Außenhandel und Schiffbau, Ein- und Auswanderung über Jahrhunderte geprägt.
Heute bildet er auch die Kulisse für einige der besten Wohn- und Gastronomieadressen, schillernd zwischen Speicherstadtromantik und der Faszination der ultramodernen Logistik, der menschenleeren 24-Stunden-Maschinerie der Containerterminals.
In einer Reihe von Veranstaltungen, verteilt über ein halbes Jahr, werden wir diesen bekannt-unbekannten Raum für unsere Arbeit entdecken. Wir wollen uns vom Hamburger Hafen inspirieren lassen, uns mit Menschen im Hafen, Hafenarbeit und -technik, Hafensymbolik, Materialien, Produkten und Handelsgütern, Projektionen, Images, mit dem heutigen Genius loci des Hafens beschäftigen.
Die Teilnehmer werden Orte besichtigen, Vorträge hören, aktuelle künstlerische und literarische Arbeiten über den Hafen und Hafenfilme sehen.
Ziel der Inspiration und Aufgabenstellung des anschließenden Wettbewerbs sind Entwürfe und Produkte, die vom heutigen Bild des Hafens, seinem Flair und seiner inneren Struktur erzählen, jenseits der altbekannten Stereotypen von Seemannsknoten, Schiffslaternen und Prinz-Heinrich-Mützen.
Zielgruppe der Produkte sind alle Hamburger, ob Reeder oder Hafenarbeiter, Elbspazierer, Segler oder die, die den Hafen als Kulisse und Lifestyle-Element nutzen.
Gestaltung und Ausstellungsarchitektur, Öffentlichkeits- und Pressearbeit soll im Herbst in zwei professionell moderierten Workshops erarbeitet werden.